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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Kapitän Louis war im Begriff, ſich ihr zu nähern und unerbittlich dem Beſuche ein Ende zu machen; er wurde aber durch die Ankunft des Wachcomman⸗ danten zurückgehalten, welcher ihm in franzöſiſcher Sprache einige Worte ſagte und dann das Zimmer wieder verließ.

„Schnell, man ſage ſich das letzte Lebewohl!“ gebot der Kapitän.„Der General iſt im Lager; alle Augen⸗ blicke kann der verhängnißvolle Befehl kommen.“

Bella, nun ganz ihrem Schmerz und ihrem Schrecken preisgegeben, ſprang auf, warf ſich jam⸗ mernd Herrn von Milval um den Hals und umſchloß ihn mit ihren Armen, als wollte ſie ihn gegen die Henker vertheidigen, welche ihre erſchütterte Einbil⸗ dungskraft bereits erſcheinen ſah, um ihn zum Tode zu führen.

„Herr von Milval, Ihnen geziemt es, in dieſem ernſten Augenblick Muth zu zeigen,“ ſprach der Ka⸗ pitän.„Aus Mitleid mit meiner Nichte verkürzen Sie den traurigen Abſchied.“

Während Bella ihn ängſtlich umarmt hielt und ſeine Bruſt mit ihren Thränen benetzte, ſtreckte der junge Mann die zitternden Hände dem Greiſe und dem Fiſcher entgegen und ſagte:

„Nun, mein guter Vater, Joſeph, mein edel⸗ müthiger Freund, kommt, drückt mir noch einmal die Hand. Lebt wohl; auf Wiederſehen dort oben im Himmel! Bella, laß mich gehen; zwinge mich nicht zu ſchmerzlicher Gewalt!...“

Das Mädchen hob mit einem entſetzlichen Schrei der Verzweiflung die Arme empor und rief: „Mein Gott, mein Gott, ich habe auf Deine