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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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umarmte ihn mit derſelben Wärme, nannte ihn ſei⸗ nen Freund und Retter und kehrte dann wieder zu dem Mädchen zurück. Er ſetzte ſich neben ſie, faßte auf's Neue ihre Hand und ſagte mit einem ſeligen Lächeln auf dem Angeſicht:

„Bella, gute, liebe Freundin, ſieh, wie glücklich ich bin! Ach, der Gedanke des Menſchen, bei der Annäherung der ernſten Stunde, verirrt ſich bis in das Gebiet der Unmöglichkeit. Ich habe zu Gott gebetet, gebetet, ohne hoffen zu dürfen, daß er mir geſtatte, Dich noch einmal mit meinen Augen ſehen zu dürfen. Er, in ſeiner unendlichen Barmherzigkeit, läßt ein Wunder geſchehen, um mir dieſen höchſten Troſt zu gewähren!“

„Sein heiliger Name ſei geprieſen!“ flüſterte das Mädchen.

„Du biſt betrübt, Bella? Du beklagſt mein Loos, nicht wahr?“ ſagte der junge Mann.„Warum trauern, Freundin? Die Welt hat mir Nichts ge⸗ geben als entſetzliches Leid und unermeßlichen Kum⸗ mer. Fortan müßte ich leben ohne Vaterland, ohne Zufluchtsort, ohne zu wiſſen, wo ich mein Haupt außerhalb des Bereichs der Kugeln meiner triumphi⸗ renden Feinde hinlegen kann. Was iſt der Tod für mich? Eine Gunſt des Herrn, eine Erlöſung. Meine Seele blickt bereits in die Höhe und lächelt meinem Vater und meiner Mutter entgegen, welche frohlockend die Arme ausſtrecken, um den vielgelieb⸗ ten Sohn zu empfangen. Nun mir Gott geſtattet, Dir noch die Hand zu drücken und ein ſüßes Lebe⸗ wohl aus. Deinem Munde zu hören, nun vermag keine Betrübniß meine letzte Stunde zu umdüſtern.

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