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Der Emigrant trat herein; Louis Stock ſchloß die Thüre hinter ihm.
„Himmel! Iſt es möglich?“ rief Herr von Mil⸗ val, mit ausgeſtreckten Atmen auf das Mädchen zu⸗ laufend.„O Bella, welch ein Glück, Dich noch ein⸗ mal zu ſehen!“
Er ſchien ſie umarmen zu wollen, bezwang aber dieſe Bewegung und faßte und drückte ihre beiden Hände, während er im Ton äußerſter Freude faſt unverſtändlich murmelte:
„Dank, Dank, Bella; Du biſt der Engel des Mitleids ſelbſt, der Himmel wird Dich für ſo grenzenloſe Güte lohnen!“
„Und Ihr, Ihr auch, mein Vater, mein Wohl⸗ thäter!“ rief er, dem blinden Greiſe an den Hals eilend.„Darf ich ihn noch einmal an's Herz drücken, den edelmüthigen Beſchützer des armen Fremdlings!“
Der Anblick dieſer Umarmung erſchütterte das Mädchen gewaltig. Herr von Milval lag in ihres Vaters Armen und bezeugte ſeine Dankbarkeit und ſeine Liebe durch Worte, die einen Stein hätten er⸗ barmen können. Auch zogen über Bella's Wangen krampfhafte Schauer; ſie zitterte und ihre Augen glänzten von zurückgehaltenen Thränen; aber ein Blick von Kapitän Louis, der auf ſie gerichtet war, bewirkte, daß ſie alle ihre Kräfte zuſammennahm und zuletzt ſiegreich gegen ihre ſchreckliche Erregung an⸗ kämpfte. Doch fühlte ſie, wie ihre Beine wankten, und ließ ſich langſam auf einen Stuhl niederfallen.
Herr von Milval lief gleichfalls auf Joſeph zu,
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