280 Geſtalt dieſer Leute, über die Schönheit des bleichen
Mädchens und über die ungemeine Kraft des Fiſchers
austaufchten.
Da die Gegenwart des Kapitäns den Soldaten Achtung abnöthigte, ſo hielten ſie ſich in gehörigem Abſtande, und Nichts hinderte den Gang derſelben nach dem Ort des Gewahrſams. Bald deutete der Ka⸗ pitän auf das Landhaus hinter dem Lager, und ſprach:
„Seht, dort drinnen ſind die Emigranten. Schon geraume Zeit würden ſie nicht mehr auf der Welt ſein, wenn der General nicht abweſend wäre. So⸗ bald er zurückkehrt, wird ihr Geſchick ſich erfüllen. Es iſt in dem Landhauſe ein leeres Zimmer; ich werde Herrn von Milval rufen laſſen; wir werden allein mit ihm ſein.“
Er, brachte ſeine Begleiter auf einem Fußwege an die Rückſeite des Landhauſes, wo etwa zwanzig Soldaten, auf ihre Musketen geſtützt, vor einer klei⸗ nen Thüre Wache hielten.
Man rief auf Verlangen des Kapitäns den Com⸗ mandanten; und nachdem die beiden Officiere eine Weile in der Stille mit einander geſprochen hatten, wurden die Fiſcher in ein abgelegenes Zimmer geführt.
„Nun, Bella, ſuche Deiner ſelbſt mächtig zu bleiben,“ ſagte Louis Stock;„er wird ſogleich kommen.“
Das Mädchen erbleichte; ein Schauder ſchien ihre Glieder zu durchlaufen; aber ſie bezwang ihre Auf⸗ regung mit Gewalt und zeigte dem Kapitän, der auf ſie Acht gab, eine Miene, die wohl tiefe Traurigkeit
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