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279 Pet Kapitän überlegte einen Augenblick und murmelte bei ſich:
„Dieſes Begehren bringt mich in Verlegenheit. Was ſoll man von einem ſolchen Beſuch denken? Für einen Emigranten Theilnahme zeigen? Es iſt beinahe eine Miſſethat... Aber ich kann eine Er⸗ klärung geben, wenn es nöthig wird. Den Emi⸗ granten habt Ihr gekannt, als die Niederlande noch unter Oeſtreich ſtanden; ſeitdem die Republik hier die Gebieterin iſt, habt Ihr ihn ſih mehr geſehen. . ſeid einfache Fiſcher: mein Bruder und meine Nichte...“
„Ah, Dank, Du willigſt ein!“ rief Bella mit triumphirender Freude.
„Ich willige ein,“ ſagte der Kapitän in ſtrengem Tone;„ja, Nichte, aber vergiß Dein Verſprechen nicht. Sobald ich eine einzige Thräne in Deinen Augen erſcheinen ſehe, ſobald Du ſchwach wirſt und zu kla⸗ gen beginnſt, unterbreche ich den Beſuch, und alles Flehen, welcher Art es auch ſei, wird mich unerbitt⸗ lich finden. Ich zweifle, Kind, ob Du die Probe beſtehen kannſt.“
„Habe Vertrauen zu der Feſtigkeit meines Wil⸗ lens, lieber Oheim.“
„Nun, ſo komm, Bruder, komm, Joſeph, wir wollen ihn aufſuchen. Ein Glück, daß der Wachcom⸗ mandant einer meiner beſten Freunde iſt, ſonſt dürfte ich einen ſo gefährlichen Verſuch nicht wagen.“
Sie verließen das Landhaus und begaben ſich mit dem Kapitän als Führer in das Lager. Die Soldaten ſahen verwundert auf und ſchauten ihnen nach, während ſie allerlei Bemerkungen über die hohe


