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zogen iſt. Wäre Dein hoffnungsloſer Verſuch mög⸗ lich, Du würdeſt das Gefängniß leer finden. Nein, Freund, verhalte Dich ruhig und nimm auch Du mit Gelaſſenheit an, was nicht zu ändern iſt.“
Joſeph kehrte, durch die Eitelkeit ſeines Vorhabens entmuthigt, brummend zu ſeinem Stuhle zurück und ſank ſchwer wie Blei auf denſelben nieder.
Auf Bella zutretend, faßte Kapitän Louis ihre Hand, drückte ſie zärtlich und ſprach:
„Liebe Nichte, Du beſchuldigſt mich vielleicht der Gefühlloſigkeit! Du irrſt Dich: nicht allein habe ich Mitleid mit Deiner Angſt, ſondern ich beklage auch das Loos des Herrn von Milval aus der Tiefe meines Herzens. Wahrhaftig, wenn ich Etwas zu ſeiner Rettung thun könnte, und müßte ich mich da⸗ bei ſogar einer weſentlichen Gefahr ausſetzen, ich würde es mit Freude und Liebe verſuchen; aber es iſt unmöglich. Tröſte Dich mit dem Gedanken, daß wir Alle ſterblich ſind und früher oder ſpäter, wie an Jeden die Reihe kommt, die Welt verlaſſen müſ⸗ ſen. Es iſt eine Schickung Gottes, gegen welche der unmächtige Menſch ſich vergeblich zu erheben ſucht. Ich habe Herrn von Milval in ſeiner Gefangenſchaft geſehen; er zeigt ſich wenigſtens vernünftig und muthig; der Tod erſchreckt ihn nicht; im Gegentheil, er ſcheint ihm als einer Erlöſung entgegenzuſehen und freut ſich, zu ſeinen theuren Eltern, welche ihm auf dem Wege zum Himmel vorangegangen ſind, aufgenommen zu werden. Bella, mein Kind, komm zu Dir ſelbſt; bezwinge Deinen Schmerz aus Mitleid mit Deinem armen Vater. Kehre heim; die Zeit wird ſchnell Dein Leid mildern; Du wirſt überdieß
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