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laſſung gegeben? Nein, nein, es iſt der Himmel ſelbſt, der es alſo gefügt hat, um Dir es möglich zu
machen, ein unglückliches Opfer gegen den grauſamen
Tod zu vertheidigen!“
Louis gab auf dieſen feurigen Anruf keine Ant⸗ wort; er trug einige Stühle herbei und ſprach mit ergreifender Ruhe:
„Setzt Euch nieder; Du gleichfalls, Nichte, und ſuche Deine Aufregung zu bewältigen. Was ich Dir
ſagen muß, wird Dich ohne Zweifel betrüben; aber
es iſt Nichts daran zu ändern: das Schickſal iſt mäch⸗ tiger als der Menſch, und er muß das Haupt beu⸗ gen unter deſſen unerbittliche Beſchlüſſe. Setze Dich, Bella, ich bitte Dich, und ſprich nicht mehr ſo laut; Niemand darf hören, was hier geſprochen wird.“
„Wehe, wehe, Du durchbohrſt mir das Herz!“ ſeufzte das Mädchen erſchrocken.
„Bruder, Bruder, ſchone mein Kind!“ flehte der Blinde.
„Habe doch Mitleid mit Deiner armen Nichte!“ murmelte Joſeph.
„Ihr ſeid ſeltſame Menſchen,“ ſagte Kapitän
Stock, im Tone verdrießlicher Ungeduld.„Ihr ver⸗ langt, daß ich Herrn von Milval vom Tode errette.
Es iſt keine Macht auf Erden groß genug, um ein Schmerze
ſolches Wunderwerk zu vollbringen. Könnte man nur vermuthen, daß ich Etwas verſuchen wollte, um einen Emigranten der Rache der Republik zu ent⸗ ziehen, ich würde ſelbſt zur Kugel verurtheilt.“
Das Mädchen ſah den Kapitän mit ſtarren Augen voll Angſt und Verzweiflung an.
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