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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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XIV.

Im Hinterzimmer eines Landhauſes, nahe bei dem Lager von Oſtdünkirchen, ſaß Kapitän Louis Stock an einem Tiſche und war mit Schreiben be⸗ ſchäftigt. Die Wunde an ſeiner Hand mußte ihm

nicht viel Schmerz verurſachen, denn obſchon er ſie

nur mit Vorſicht bewegte, gebrauchte er ſie dennoch, um ſein Papier auf dem Tiſche feſt zu halten.

Es wurde an die Thüe geklopft und ein Liente⸗ nant trat ein. Dieſer hielt ein geſchloſſenes Schrei⸗ ben in der Hand und ſagte nach der gewöhnlichen Begrüßung:

„Kapitän, ich bringe eine Botſchaft von dem Genieoberſten Dejean.“

Louis Stock öffnete das Schreiben, ſchaute einen Augenblick hinein und fragte:

„Sie kennen den Inhalt Ihrer Botſchaft?“

„Ja, Kapitän,“ war die Antwort,„der Comman⸗ dant begehrt dreihundert Arbeiter mehr.“

.

„Der Feind hat alſo die Laufgräben ſtark beſchä⸗!

digt? Ich glaubte im Gegentheil, ſein Verſuch ſei ganz mißlungen?“

„Einige Schanzkörbe hat er umgeworfen und zwei

Kanonen vernagelt,“ antwortete der Lieutenant.„Dieß iſt der Grund meiner Botſchaft nicht. Da der Aus⸗ fall der Beſatzung ſiegreich abgeſchlagen iſt, hat man kein unmittelbares Hinderniß von ihrer Seite zu be fürchten. Der Commandant will aber die Breſche⸗ batterie vor dem Fort Vierfvet in Bereitſchaft ſetzen, ehe der Feind neuen Muth faſſen könnte.“

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