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im Beiſein der hiernach genannten Zeugen erklärt, daß er zu ſeiner Univerſalerbin einſetze Jungfrau Bella Stock, Tochter von Simon Stock, Fiſcher zu Adinkirchen...“
Bella erbleichte und blickte ihre Tante mit Be⸗ ſtürzung und Schrecken an.
„Das iſt ein Teſtament,“ ſeufzte die alte Frau.
„Ein Teſtament! Ach, er liegt alſo im Ster⸗ ben? Er iſt vielleicht todt!“ jammerte das Mäd⸗ chen, indem ſie ſich unter einem Thränenſtrom an den Hals ihres Vaters warf.
„Ei, Bella,“ ſagte der Blinde,„Du biſt wahn⸗ ſinnig. Haſt Du denn nicht ſelbſt geleſen, daß Herr von Milval geſund war, als er dieſes Teſtament aufſetzen ließ?“
„Nichte, Nichte, jetzt biſt Du recht unvernünftig,“ ſetzte Joſeph bei.
„Aber warum macht er dann ſein Teſtament? Man macht ein Teſtament, wenn man dem Tode nahe iſt, nicht wahr?“
„Einfältiges Kind,“ antwortete der Vater,„ſo iſt es allerdings Gewohnheit; aber bemerkſt Du denn nicht, welches die Abſicht des Herrn von Milval ge⸗
weſen iſt? In der Ungewißheit, ob ihn Gott wohl der ihm drohenden Gefahr entkommen laſſen werde,
hat er vor der Hand ſein Teſtament aufſetzen laſſen. Nun wiſſen wir doch, daß er in voller Geſundheit ſich noch zu Nieupoort befindet. Du mußt froh ſein, Bella; kein anderes Gefühl ſollte Dich bewegen, als Bewunderung für die Dankbarkeit und den Edelmuth des armen Herrn von Milval.“
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