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„All die Diamanten? Bruder, Bruder, nun biſt Du reich!“ jubelte Tante Klär.
„In der That, das iſt ein ganzer Schatz!“ fiel Joſeph gleichfalls ein.
„Der edelmüthige Herr von Milval!“ rief Bella mit Freudenthränen in den Augen.„Dieſes Portrait war das einzige Andenken an ſeine unglücklichen Eltern, welches ihm das grauſame Schickſal gelaſſen hat. Er gibt uns, was ihm das Theuerſte auf Er⸗ den iſt. Ich wußte wohl, daß er uns nicht ver⸗ geſſen würde.“
„Aber wie kommt dieſes Portrait in die Hände meines Bruders?“ murmelte der Blinde.
„Hat es der Soldat Euch nicht geſagt?“ fragte Joſeph.
„Nein; es iſt unbegreiflich.“
„Vielleicht hat Herr von Milval es mit einem geheimen Boten an Oheim Louis geſendet. Aber es iſt ein Papier in dem Packet. Siehſt Du es nicht, Bella?“ bemerkte Tante Klär.„Darin wird die Erklärung dieſer Botſchaft wahrſcheinlich zu fin⸗ den ſein. Lies einmal und mache ſchnell, denn ich kann vor Neugierde beinahe nicht mehr auf meinen Beinen ſtehen.“
Das Mädchen entfaltete das Blatt Papier, und während die Andern mit geſpannter Aufmerkſamkeit auf die Worte aus ihrem Munde horchten, las ſie ſehr langſam und mit Mühe:
„Heute, den 15. Juli 1794, iſt erſchienen vor uns, kaiſerlichem Notar der Stadt Nieupport, Herr Edmund de Milval, geboren zu Bergues in Frank⸗ reich und hat, geſund von Körper und Geiſt, und


