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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Sie verſtand ihn und ſagte beinahe in heiterem Tone:

„Ja, lieber Vater, wir haben Unrecht, ſo ängſt⸗ lich zu ſein; Vetter Joſeph hat mir unterwegs viel Gutes geſagt; er hat mir Hoffnung gemacht, daß Herr von Milval auf den engliſchen Schiffen einen ſichern Zufluchtsort gefunden haben wird. Ich fühle mich getröſtet; es iſt einiges Licht in meinen Geiſt gekommen...“

„Ach, Gott ſei Dank!“ rief Vater Stoch die Hand ſeiner Tochter faſſend.„Bleibe ſo muthig, mein Kind;— laß Dich nicht mehr von der ſchrecklichen Verzweiflung überwältigen. Aus Liebe zu mir, faſſe Vertrauen; denn, Bella, Du weißt gar nicht, was ich ſeit einigen Tagen gelitten habe.“

„Vergib mir, Vater,“ bat das Mädchen.„Ich habe übel gethan; ich ſah es wohl, daß Du viel Kummer haiteſt, und oft mußte ich darüber weinen vor Mitleid und Beſorgniß; aber ich hatte die Kraft nicht, gegen meine Gedanken anzukämpfen. Immer⸗ dar ſein Bild vor meinen Augen; ſein Blut, das ſtrömt, ſeine Stimme, die mich ruft!... Nein, nein, lieber Vater, ſei nun wieder froh; ich werde mir Gewalt anthun; ich werde die ſchrecklichen Träume verbannen und warten mit Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit... Himmel, ein Soldat zu Pferd vor unſerer Thüre! was mag es ſein!“

Ein dreifacher Schrei der Ueberraſchung ertonte in dem Zimmer; Joſeph und Tante Klär ſprangen auf; Bella, als fürchte ſie eine verhängnißvolle Bot⸗ ſchaft, zitterte auf ihrem Stuhl und heftete die weit aufgeriſſenen Augen auf die Thüre.

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