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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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„Ich weiß es nicht,“ murmelte ſie,„meine Ge⸗ danken, die wahrſcheinlich ſich verirrten...“

„Nein, nein, Bella, es iſt Dein Herz, das ſich unwillkürlich gegen eine ſolche unglückliche Verbin⸗ dung erhebt. Laß Dich meine Worte nicht betrüben, ich klage Dich nicht an.“

Das Mädchen ſchwieg und ſchaute in tiefer Ueberlegung zu Boden.

„Komm, ſei aufrichtig, Nichte,“ ſagte Joſeph. „Es iſt beſſer, die Sache mit Kaltblütigkeit zu be⸗ trachten, ehe es zu ſpät iſt. Noch zehn oder zwölf Jahre, und ich bin alt und gebrechlich; in zehn Jahren biſt Du erſt in der Blüthe Deines Lebens

Da Bella nicht antwortete, gingen ſie eine Weile ſtill weiter; aber als hätte das Mädchen alle ihre Geiſteskräfte zuſammengenommen, um ihres Vetters Entſchluß zu beſtreiten, erhob ſie plötzlich den Kopf und ſchaute ihn mit durchdringendem Blick an.

„Du liebſt mich?“ fragte ſie in zitterndem Tone.

„Wie das Licht meiner Augen,“ antwortete Joſeph.

„Und wenn Du jünger wäreſt, würdeſt Du Dich glucklich ſchätzen, mir den Namen Deiner Gattin ge⸗ ben zu können?“

„Glücklich, wie ein Engel im Himmel.“

„Es geſchieht alſo bloß aus Edelmuth, daß Du Nein ſagſt? Du opferſt Dein Glück, aus Furcht, daß es mich einige Betrübniß koſten würde? Ha, Jo⸗ ſeph, wir wollen ſehen, wer von uns Beiden gewin⸗ nen wird! Deine Frau will ich werden; mein Bräu⸗ tigam ſollſt Du ſein. Wir haben es einander ver⸗ ſprochen...“

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