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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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zu bedeuten. Hat man in der Pfanne noch immer keine beſondern Nachrichten von Nieupoort?“

„Keine andere, als daß es ſehr heiß hergegangen iſt. O, Vetter, wenn Herr von Milval gefallen wäre!“

„Warum Dich ſelbſt, Bella, mit beunruhigenden Gedanken, die keinen Grund haben, peinigen? Ich bin beinahe überzeugt, daß der Edelmann nun in Sicherheit auf einem engliſchen Kriegsſchiffe iſt.“

„Er der Gefahr entfliehen?“ rief das Mädchen mit einem Funken von Stolz in dem Blicke.„Du kennſt ihn nicht, Vetter.“

„Wozu kann er den Seinigen innerhalb Nieupoort nützlich ſein? Mit einem gebrochenen Arm?“

„Sein Arm muß jetzt völlig geheilt ſein, Joſeph; und wäre es auch anders, ſo kann er mit der rech⸗ ten Hand einen Degen führen. Das genügt. Ich weiß es: er wird mit blindem Muthe ſich mitten in den Streit werfen; zu ſeiner Rettung unſer eigenes Leben gewagt haben und dann noch denken müſſen, daß eine feindliche Kugel ſein edles Herz durchbohren könnte! O, ich bin zu ſtolz geweſen auf mein Werk. Gott weigert mir die Gnade, es ganz zu vollführen.“

Der Fiſcher ſagte mit theilnahmvoller Stimme:

„Bella, armes Kind, Du haſt Unrecht. Gewiß, ich beklage ſo ſehr wie Du Herrn von Milval, und ich fühle mir das Herz vor Mitleid klopfen, wenn ich bedenke, wie das Schickſal ihn verfolgt...“

„Seinen Vater unter ſeinen Augen ermorden ſehen,“ ſeufzte Bella,„die Häupter ſeiner Mutter und ſeiner Schweſter unter der gräulichen Guillotine fallen ſehen— und nachdem man ſo hundertmal