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Joſeph beſchleunigte ſeinen Gang, bis er tief in den Dünen einen Fußpfad erreichte, welcher links nach der Kirchenpfanne führte. Dann verkürzte er allmälig wieder ſeine Schritte. Es war erſichtlich, daß ihm eine Fluth von Gedanken durch den Kopf ging, denn er blieb zuweilen ſtehen und rieb ſich die Stirne, oder er machte eine Geberde mit der Hand, oder murmelte leiſe Worte in ſich ſelbſt hinein.
Nachdem er ſo lange Zeit den Krümmungen einer vielgewundenen Tiefe gefolgt war, erſtieg er endlich einen hohen Sandhügel. Ein leichter Schrei der Ueberraſchung entſchlüpfte ihm, denn er ſah in der Ferne ſeine Nichte daher kommen.
Das arme Mädchen, welches ſonſt durch die Feſtig⸗ keit und leichte Anmuth ihres Gangs Aufmerkſamkeit erregte, ließ nun den Kopf auf die Bruſt hängen und ſchleppte ſich mit wankendem Schritte auf dem Fuß⸗ pfade fort.
Der Fiſcher, von Mitleid ergriffen, ſtieß einen tiefen Seufzer aus und ſtieg den Hügel hinab, um ſeiner betrübten Richte entgegen zu gehen. Er war ihr ſchon ſehr nahe, ehe ſie ihn bemerkte.
„Ach, Joſeph, ich bin ſo unglücklich!“ rief ſie, während Thränen ihr aus den Augen ſtürzten.„Die⸗ ſen Morgen frühe hat es ein ſchreckliches Gefecht bei Nieupoort gegeben: über eine Stunde hat die Erde vom Kanonendonner erdröhnt. Der unglückliche Herr von Milval! Wer weiß? Vielleicht iſt er todt!“
„Du mußt Deine Angſt zu mäßigen ſuchen, liebe Nichte,“ ſagte der Fiſcher, indem er gerührt ihre Hand faßte.„Bei der Belagerung einer Stadt ſchießt man fortwährend mit Kanonen. Das hat noch Richts
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