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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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ſeiner Arbeit iſt, Bella. Stände es ſchlimm dabei, ſo würdeſt Du Deine Tante wohl klagen hören.“

„Ah, da öffnet man die Thüre! Da iſt Herr Darings!“ rief Bella, dem Wundarzte entgegeneilend. „Nun, nun, darf man hoffen? Sie lächeln, Herr? Der arme Menſch wird alſo geneſen?“

Der Chirurg faßte die Hand des Mädchens, führte ſie an den Tiſch und ſagte, ſich neben ihr niederſetzend:

„Das iſt ja ein ganz wunderbares Mitleiden für einen unglücklichen Fremdling, meine Tochter; ſicher⸗ lich ein köbliches und chriſtliches Gefühl, aber Dein Puls läßt mich befürchten, ich möchte hier einen zweiten Kranken zu behandeln bekommen. Du mußt Deine Aufregung zu bezwingen ſuchen.“

„O, Herr, geben Sie mir doch einen günſtigen Bericht!“ flehte das Mädchen mit gefalteten Händen.

„Ja, das wollte ich eben thun; aber Du läſſeſt mich nicht zum Wort kommen, liebes Kind. Ich be⸗ kenne Dir mit Freuden, daß ich den Zuſtand unſeres Leidenden viel weniger ſchlimm gefunden habe, als ich auf den erſten Anblick vermuthete.“

„Gott ſei dafür gelobt!“ ſeufzte das Mädchen.

„Seine Wunden— denn er hat deren verſchie⸗ dene,“ fuhr der Chirurg fort,„ſeine Wunden ſind nicht tief und das Schädelbein nicht ſichtbar beſchä⸗ digt. Sein linker Arm iſt gebrochen; aber hier iſt es nicht ſchwer, Heilung zu bringen.“

„Ah, ah, Vater, lieber Vater, er wird nicht ſterben!“ frohlockte Bella, indem ſie erfreut die Hände des Greiſes faßte.

„Ja, Nichte, aber Du darfſt deſſen nicht allzu ge⸗

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