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wiß ſein. Alle Gefahr iſt nicht vorüber: im Gegen⸗ theil!“ bemerkte Tante Klär, die mit einem Pack Leinwand unter dem Arm im Zimmer ſtehen geblie⸗ ben war.
„Der Leidende hat das Fieber und liegt in einem heftigen Delirium,“ fuhr der Wundarzt fort.„Hat ein großer Schrecken allein ihm die Sinne in Ver⸗ wirrung gebracht, wie ſeine undeutlichen Worte ver⸗ muthen laſſen, dann iſt Alles gut, und wir haben es hier nicht mit Wunden zu thun, die an ſich gefähr⸗ lich ſind; aber ſind die Fieberphantaſien eine Folge von Schlägen, welche ihm auf den Kopf beigebracht worden ſind, dann könnte ſein Zuſtand ſich auf eine ſehr bedenkliche Weiſe verſchlimmern. Es ſind einige Tage nöthig, um ſich darüber genaue Gewißheit zu verſchaffen.. Da! da erbleichſt Du mir nun plötz⸗ lich! Ei, mein Kind, ein ſtarkes Mädchen wie Du muß mehr Macht über ihr Gemüth haben.“
Er faßte auf's Neue die Hand des Mädchens und ſprach:
„Soll ich Dir Etwas ſagen, um Dich zu tröſten und Dir Vertrauen einzuflößen? Wohl, ich kann mich irren; aber mein Gedanke iſt, daß wir den armen Jüngling retten werden. Und wenn ich ſolchen Glau⸗ bens bin, warum ſollteſt Du dann verzweifeln, mein Kind?“
„Dank, Dank!“ murmelte Bella mit dem hellen Lächeln der Freude in den Augen.
Sich erhebend, ſagte der Wundarzt:
„Lieben Leute, ich habe der guten Frau hier meine Anweiſungen gegeben. Ihr werdet dem Ver⸗ wundeten, wenn ſeine Unruhe ſich vermehrt, einige


