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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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„Dein Herz klopf ſehr heftig, Bella; laß uns ein Bischen plaudern; das wird Deine Aufregung min⸗ dern. Tante Klär zufolge iſt er noch ein junger Mann? Für wie alt hältſt Du ihn, mein Kind?“

„Höchſtens fünfundzwanzig Jahre, Vater.“

„Und er trägt feines Weißzeug und feine Klei⸗ der? Es iſt wahrſcheinlich ein reicher Mann? Deine Tante ſagt, er habe ein ſchönes Geſicht? Es liege etwas Edles in ſeinen Zügen? Und ſie zweifelt nicht, daß er von gutem Hauſe ſein müſſe?“

„Ja, Vater, wer kann dieß wiſſen?“ antwortete das Mädchen,„aber er hat glänzende ſchwarze Au⸗ gen und ſchöne ſchwarze Haare; ſein Geſicht iſt ſo voll wunderbarer Sanftmuth, daß Du zum tiefſten Mitleid bewegt würdeſt, wenn Du es ſehen könnteſt.“

„Während Du weg wareſt, Bella, um den Wund⸗ arzt zu holen, habe ich gehorcht und mir verſtändlich zu machen geſucht, was er in ſeinem Irrſinn redet. Er zittert bei dem Namen der Guillotine und ſcheint beſtändig das Schaffot vor Augen zu ſehen. Er ſpricht oft von ſeinem Vater und von ſeiner Schwe⸗ ſter und ruft ſie mit ängſtlichem Ton, als wollte er ſie vor einer ſchrecklichen Gefahr warnen. Ich wage faſt nicht zu ſagen, was ich denke, Bella; es wäre zu grauſam.“

„O Vater, wie werde ich ſo ängſtlich und unge⸗ duldig!“ ſeufzte das Mädchen, als ob ſie auf ſeine Worte nicht geachtet hätte.„Wie lang dauert es doch da drinnen! Was mag hinter jener Thüre vorgehen? Die Todtenſtille erfüllt mein Herz mit Schrecken.“

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„Die Todtenſtille beweist, daß der Chirurg an