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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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betrachtete und ihm den Puls fühlte, bemühte ſich das Mädchen, bleich vor Angſt und zitternd, auf ſei⸗ nem Geſichte zu leſen, welcher Art ſeine Gedanken waren. Das Unheil verkündende Schütteln des Kopfes und das traurige Zuſammenziehen ſeiner Lippen ent⸗ riſſen ihr einen halb erſtickten Seufzer und lockten Thränen in ihre Augen.

Der Wundarzt ſagte zu ihr in freundlichem Ton:

„Du kannſt nicht hier bleiben, mein Kind. Dein Herz iſt zu gefühlvoll; Deine Gegenwart würde mich bei der Unterſuchung und dem Verband ſeiner Wunden hindern.“

„Ach, mein Herr,“ flehte das Mädchen,„ſagen Sie mir doch ein gutes Wort! Er iſt wohl recht krank; aber er wird doch davon kommen, nicht wahr?“

„Darüber kann ich noch Nichts ſagen, mein Kind. Ich hoffe bald Gründe zu finden, um Dein mitleidi⸗ ges Gemüth zu beruhigen. Geh jetzt hinunter zu Deinem Vater; dieſe gute Frau muß mir bei der Arbeit helfen.“

Bella ſtieg ganz entmuthigt die kleine Treppe hinab. Als ſie hinter ſich die Thüre des Kämmer⸗ chens ſchließen hörte, quillten Thränen aus ihren Augen und mit einem Angſtruf ſetzte ſie ſich neben ihren Vater und legte ihm die Arme um den Hals.

„Was gibt es, Bella?“ fragte der Greis er⸗ ſchrocken.„Verzweifelt der Wundarzt an ſeiner Ge⸗ neſung?“

„Nein, nein,“ antwortete ſie,„aber Herr Darings ſchüttelte ſo bedenklich den Kopf; er ſchien ſo betrübt! Ach, wenn der arme Junge noch ſterben müßte, was für ein ſchreckliches Unglück, nicht wahr?“

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