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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Ein halb erſtickter Angſtſchrei entſchlüpfte ihr und ſie kehrte in ihre Schlafkammer zurück.

„Sieh' da!“ rief Ko überraſcht,„warum kommſt Du noch einmal?“

„Ich dachte ich dachte, Ko, daß Ihr meinen Vater rufen ſollt. Das Schickſal dieſes unglücklichen Menſchen flößt mir ſolches Mitleid ein, daß ich ihn nicht einen Augenblick verlaſſen kann.“

„Es iſt gerade, Bella, als fürchteſt Du, ich möchte ihm ein Leid zufügen?“

„Rein; aber Ihr Männer habt kein mitleidiges Herz und Ihr wißt die Kranken nicht zu behandeln. Geht, Ko; laßt mich glauben, Ihr ſeid dienſtfertig, aus Freundſchaft für mich; ich werde Euch dankbar dafür bleiben und ſpäter auch verſuchen, Euch ange⸗ nehm zu ſein, wo ich kann.“

„Das rechte Mittel, um Dir Etwas abzuſchla⸗ gen!“ rief Ko, indem er ſich lachend die Hände rieh. „Ich hoffe, Bella, Du wirſt Dich dieſes Verſprechens zu gehöriger Zeit erinnern. Ich laufe, ich fliege!“

Das Mädchen ſetzte ſich an das Bett und blickte ſtillſchweigend auf das Geſicht des Verwundeten, deſſen Augen ſtarr in den leeren Raum gerichtet waren, und deſſen Lippen noch immer ſich krampf⸗ haft bewegten und undeutliche Laute ſtammelten. Sie faßte wieder ſeine Hand und ſprach tröſtende Worte in ſein Ohr; er aber gab in ſeinem Delirium auf ſeine liebevolle Pflegerin ſo wenig Acht, als ob ſie gar nicht gegenwärtig geweſen wäre.

Der trockene Anſchlag der Lippen gegen einander bewog endlich Bella, aufzuſtehen und den Waſſerkrug zu holen. Sie hob den Kopf des Jünglings von