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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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„Mein Vater? Glaubt Ihr, er ſei ſo unbarm⸗ herzig wie Ihr? Ach, ich wußte nicht, Ko, daß Ihr ſo wenig Liebe zu Euren Nebenmenſchen habt. Kommt, ſtreckt Eure Hand aus... und wollt Ihr nicht, ſo geht Eures Wegs; ich werde mich bemühen, allein zu vollbringen, was mir mein Herz eingibt.“

„Nun,“ brummte Ko,„ich bin bereit.“

Mit dieſen Worten näherte er ſich dem Kopf des Verwundeten und bückte ſich, um ihn unter der Schul⸗ ter zu faſſen; aber er glaubte noch einmal auf deſſen Bruſt nach dem Gegenſtand taſten zu müſſen, der ſeine Neugierde erregt hatte.

„Halt!“ befahl Bella, ſeinen Arm abwehrend. „Achtet das Unglück dieſes Menſchen, ſonſt möchte ich glauben, ihr ſeid geneigt, Etwas zu nehmen, was Euch nicht zugehört.“

„Ich Etwas nehmen von Jemand, der noch lebt?“ rief Ko mit zornigen Blicken und ſtolz erhobenem Kopfe.„Ich biſſe mir lieber die Finger ab!“

Das Mädchen hatte bereits den Körper mit ihren Armen umſchloſſen und ihn beinahe ganz vom Boden aufgehoben. Ko bemerkte mit Erſtaunen, daß ſie wirklich ſtark genug war, die ſchwere Laſt zu tragen.

Er faßte den jungen Mann an den Beinen und half ihn auf den Eſel zu ſetzen.

„Jetzt ſachte vorwärts,“ ſagte das Mädchen. „Seid gut und vorſichtig, Ko; haitet ihn ſorglich feſt, daß er nicht fällt. Ich werde ihn auf diefer Seite ſtützen. Hi, Brauner, hi. Aber langſam, Brauner! Schritt für Schritt!“

Der Leidende ſaß aufrecht auf dem Eſel; ſein hängender Kopf zeugte von überwiegender Schwäche;