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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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„Pfui, was für häßliche Wotte!“ rief Bella mit Entrüſtung aus. Franzoſen, Flamänder, ſind wir nicht Alle miteinander Menſchen und Brüder auf der Welt? Ihr ſelbſt ſeid ja auch wohl ein Fran⸗ zoſe, Ko?“

„Ich bin deſſen nicht ganz gewiß.“

„Aber was ſagt der lünglückliche? Ihr verſteht Franzöſiſch.“

„Er plappert Etwas von Mördern und von einem Schaffot. Sollte er vielleicht der Guillotine von Bürger Lebon entlaufen ſein? Er wird nicht viel damit gewonnen haben!“

„Flieht, flieht!“ murmelte der Leidende mit hoh⸗ ler Stimme.„Da ſind ſie! Vater, Vater, in die

Dünen, in die Dünen!“

„Da ſpricht er jetzt Flämiſch!“ ſeufzte Bella. Ach, der arme Junge, er hat einen Vater!“

Und dieſe einzige Vorſtellung entlockte ihr eine ſolche Fluth von Thränen, daß ſie die Schürze vor die Augen drückte und laut zu ſchluchzen begann.

Aber ſie verharrte nicht lang in dieſer Haltung. Plötzlich ließ ſie ihre Schürze fallen und ſagte zu dem Strandläufer:

„Hier kann der Menſch nicht liegen bleiben. Wir müſſen ihn nach unſerem Hauſe führen.“

„Denkſt Du denn, doß ich dieſen Burſchen auf meinem Rücken tragen ſoll?“ ſpottete Ko unwillig.

„Nein, auf den Eſel wollen wir ihn ſetzen und ihn auf jeder Seite halten.“

„Und Dein Vater, Bella? Der wird gewiß nicht ſehr erfreut einen Fremdling in ſein Haus auf⸗ nehmen.“

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