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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
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auf den Weg, um auf ſie zu warten, um einen freundlichen Blick oder einen liebreichen guten Tag von ihr zu bekommen; aber ſie geht lachend vorüber und ſcheint nicht zu merken, daß all dieß junge Volk mit dem Herzen auf der Hand daſteht.

Sie iſt alſo wirklich ſchön, meine ſüße Bella? rief der Alte freudig aus.

Schön? ich glaube es wohl; zu ſchön ſogar für Ruhe von Vielen, die ſie ſehen.

Verſteht ſie in ihrer Unſchuld noch nicht, was die Augen der jungen Leute ihr ſagen, ſo wird dieſe Erkenntniß auch zur Zeit kommen, liebe Schweſter, und läßt ſie dann ihre Wahl auf Jemand fallen, der brav und arbeitſam iſt, ſo werde ich ſie nicht hindern, ihrer Neigung zu folgen.

Wir müſſen Verſtand für ſie haben, Simon, und ihr guten Rath geben; denn wenn wir nicht in's Mittel treten, ſo ſei überzeugt, daß ſie ledig bleibt, bis die Blüthe ihrer Jugend vorüber iſt. Alles hat ſeine Zeit, und wer ſie nicht wahrnimmt, handelt unvorſichtig. Ich weiß wohl, daß Bella einen Abſcheu vor dem Gedanken an Heirath hat, weil ſie ihre Liebe zu Dir mit Niemand theilen will. Das gute Schäfchen trägt ſich mit dem Gedanken, daß Du das Geſicht verloren haſt, um ihr das Leben zu ret⸗ ten; und ſie ſtürbe eher, als daß ſie Etwas thäte, was Dir einigen Verdruß verurſachen könnte. Aber Bruder, wir dürfen bei unſern Kindern nicht ſo ſelbſt⸗ ſüchtig ſein. Jeder muß an ſeine Reihe kommen auf dieſer Welt.

Es iſt wahr, Schweſter; ich werde ſo im Stil⸗ len allmälig daran denken.

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