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und tauſend Jahren geſchehen. Sollteſt Du Dich wegen des Schickſals von einem Menſchen betrüben, der jetzt bei Gott den Lohn ſeiner Leiden genießt?“
„Das iſt es nicht allein, Vater. Ich habe meine Mutter und meine Brüder geſehen; und ſo bin ich im Traume auf den Gedanken gerathen, daß Du auch unglücklich geweſen biſt, gleich dem heiligen Hiob; und die Vorſtellung Deiner Schmerzen hat meinen Augen Thränen entlockt.“
„Der heilige Hiob läßt Dich an mich denken!“ ſagte der Greis mit Rührung.„In der That, Gott hat mir viel genommen: meine wackern Söhne, meine gute Frau, ja ſelbſt mein Augenlicht; aber er ließ mir doch einen Schatz, welcher mir das Leben erheitert und verſüßt. Darum ſei der Herr ewig gelobt, daß er mir geſtattet, Dein Herz an dem mei⸗ nigen klopfen zu fühlen, meine holde, liebe Bella!“
Und er ſchloß das Mädchen feſter an ſeine Bruſt und drückte einen Kuß auf deren Stirne.
Ein Lachen ertönte durch das Gemach, und eine grobe Stimme rief ſcherzend:
„Ha, ha, die Sonne ſcheint hier im Hauſe. Laß Dich meinetwegen nicht ſtören, Bella. Im Gegen⸗ theil, Gott helfe Dir bei dem ſchönen Werke. Schade jedoch, daß Joſeph Dein Vater nicht iſt.“
Der Mann, welcher dieſe Worte ſprach, ſtand unter der Thüre. Er trug einen großen Korb, der an Schulterriemen ihm auf dem Rücken hing und mit einer ganzen Fracht von Netzen und Schnüren beladen war. Die rieſigen Waſſerſtiefel an ſeinen Beinen ließen errathen, daß er ſich an den Strand zum Fi⸗ ſchen begab.


