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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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eine auffallend ſchöne Frau. Nicht ſo wie der ver⸗ feinerte Geſchmack die Frau ſich denkt, aber ſo, wie Gott wahrſcheinlich die erſte Genoſſin des Mannes geſchaffen hat, deſſen Leben eine ewige Mühſal, ein ewiger Streit auf Erden ſein ſollte.

Obwohl dieſes Mädchen die Merkmale von Gei⸗ ſteskraft und Körperſtärke an ſich trug, lag dennoch etwas Wunderſüßes, etwas Bezauberndes ſelbſt in ihren Geſichtszügen. Ihre Wangen waren noch von der zarten Roſenfarbe der Kindheit erhellt, ihre großen ſchwarzen Augen ſchwammen in funkelnden Kryſtal⸗ len, ihr Mund ſchloß Perlen ein, deren Ränder von durchſichtiger Reinheit waren. Aber was ihr den höchſten Reiz verlieh, war die unerklärliche Sanft⸗ muth ihres Lächelns, die heitere Einfalt ihres Aus⸗ drucks und eine gewiſſe leichte Fagon ihrer Kleidung.

Als einzigen Schmuck hatte ſie jedoch Nichts als ein rothwollenes Leibchen, ein weißes Halstuch, einen ſchwarzen Rock und ein blauzitzenes Häubchen, welches von den reichen Locken ihrer braunen glänzenden Haare gehalten wurde; aber dieſer geringe Putz that der Schönheit ihrer Glieder ſo wenig Eintrag, ihre Wangen waren ſo friſch, ihre Augen ſo hell und ſüß, daß ſie daſtand, ſichtbar geſchmückt mit aller Pracht einer reinen und milden Natur.

Nur einen kurzen Augenblick verweilte ſie auf der Schwelle ihrer Kammer; dann kam ſie herab, näherte ſich ſtill dem Greiſe, bückte den Kopf und ſprach in feierlichem Ton:

Vater, Deinen Segen!*²)

*) Es iſt noch heute Gewohnheit unter den Adinkircher Fiſchern, daß Söhne und Töchter, ſo lang ſie bei ihren Eltern

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