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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Stricknadel in der bewegungsloſen Hand da. Einige Augenblicke ſpäter raffte er ſich aus ſeinem Nachden⸗ ken auf und ſetzte ſtill, doch mit träumeriſcher Lang⸗ ſamkeit ſeine Arbeit fort.

Plötzlich erhellte ein Ausdruck milder Freude ſeine Züge und er neigte verlangend das Ohr nach der Seite des Zimmers, wo eine Thüre über zwei höl⸗ zernen Stufen ein Schlafgemach vermuthen ließ. Der freudige Ausdruck umſpielte die Lippen des Grei⸗ ſes, ſo lang das Geräuſch von Schritten ſich aus dem kleinen Kämmerchen hören ließ. Als endlich dieſes Geräuſch undeutlicher wurde und zuletzt ganz aufhörte, da murmelte er mit einem hellen Schein von Liebe und Dankbarkeit auf dem Angeſicht:

Sie betet zu Gott für mich, immerdar für mich! O, möge der Herr ihn gnadenvoll beſchirmen, den milden Engel, den er dem armen Blinden zum Troſte gelaſſen hat!

Er faltete die Hände und beugte das Haupt.

Die Thüre von dem Kämmerchen wurde langſam und leiſe geöffnet. Ein Mädchen zeigte ſich auf der Schwelle. Bei ihrem Erſcheinen war eine gewiſſe Trauer über ihr Angeſicht verbreitet; aber ſobald ihr Blick auf den Greis fiel, trat ein helles Lächeln auf ihre Lippen, und ſie betrachtete ihn mit einer Art ſeliger Zufriedenheit.

Das Mädchen war von mehr als gewöhnlicher Größe und ſtark von Gliedern. Man konnte an ihren muskulöſen Armen ſehen, daß ſie ein arbeit⸗ ſames Kind der Dünen war und ſich nicht fürchtete, gegen das ſtrenge Wetter und gegen den ſcharfen Seewind anzukämpfen. Nichtsdeſtoweniger war ſie