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Ohnmacht nahe war. Denken Sie, was dieſelbe in ihrer tödtlichen Ungewißheit über Ihr Loos leiden muß! Erwägen Sie deren Schmerz, ſehen Sie die⸗ ſelbe zittern vor Furcht, man könnte ihr ſagen: Daniel iſt nicht mehr auf Erden!“ Wiſſen Sie, was ein Werk der Dankbarkeit, der Rechtſchaffenheit und Liebe wäre? Wiſſen Sie, wie man beweiſen könnte, daß der Glaube, der Muth und das wahre Gefühl für das Gute in Ihnen zurückgekehrt iſt? Sagen Sie mir, Sie wollen auf der Stelle zu Celeſta gehen, ſagen Sie mir, Sie kennen weder Erniedrigung noch Scham, wenn ſolche Schmerzen zu verkürzen ſind! O Daniel, ich beſchwöre Sie, zögern Sie nicht!“
„Kommen Sie, kommen Sie,“ rief der Jüng⸗ ling.„Ich unterwerfe mich; es iſt Etwas in meiner Unwürdigkeit, das mich erniedrigt, die Liebe Celeſta's ſoll mich in meinen eigenen Augen erheben. Kom⸗ men Sie, edelmüthiger Freund, thun Sie mit mir nach Ihrem Willen...5
Der alte Willibald hob die Augen zum Himmel empor und rief mit triumphirender Freude;
„Geprieſen, geprieſen ſeiſt Du, o Herr; der Geiſt des Zweifels iſt überwunden!“
Und dann die Hand des Jünglings faſſend, zog er ihn zum Zimmer hinaus und ſtieg in aller Eile die Treppe hinunter.
Gerade in dieſem Augenblick zeigten ſich Celeſta und ihre Tante unter dem Thore; ohne Zweifel hat⸗ ten beide Frauen nicht länger der Angſt widerſtehen können, und waren jetzt nach dem Wulfhof gekommen, um zu erfahren, was geſchehen war.
Celeſta ging mit wankenden Schritten an dem
Conſcience, Leid der Zeit. 19


