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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Arme ihrer Tante; das erſchrockene Mädchen war bleich, und Thränen rollten ihr über die Wangen.

PVor der Stallthüre ſtand die Kuhinagd Barbara, welche bei dem Anblick von Celeſta's Thränen die Hände emporhob und mitleidig ausrief:

Armes Fräulein! Wie unglücklich!

Aber jetzt erſchien Daniel mit dem Rentmeiſter auf dem Vorhof..

Celeſta blieb zitternd ſtehen; Daniel, tief betroffen, hielt gleichfalls an.

Aus Beider Augen ſtrahlte ein durchdringender Blick, auf Beider Angeſicht erſchien ein unbeſchreiblich ſüßes Lächeln und als ob ihre Seelen mit der Schnelligkeit des Blitzes die Verſicherung ewiger Liebe gewechſeit hätten, aus Beider Bruſt ertönte ein triumphirender Ruf, und, die Arme öffnend, liefen ſie auf einander zu, und ſanken Herz an Herz in eine lange Umarmung.

Celeſta! Daniel! meine Braut, mein Bräu⸗ tigam! wiederhallte es auf dem Vorplatz.

Der Rentmeiſter drückte die Hand von Frau van Berg in der ſeinigen und flüſterte mit halb erſtickter Stimme:

Ach, liebe Freundin, ich erliege der ſeligen Rührung. Seien Sie fröhlich, jubeln Sie, danken Sie Gott: wir ſind belohnt!

Barbara ſtand vor der Stallthüre, klatſchte in die Hände und tanzte wie ein einfältiges Kind, in⸗ dem ſie ausrief: Hurta! Hurra! Fräulein Celeſta heirathet auch; ich werde nicht allein glücklich ſein!

Ende.