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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Herr Willibald deutete ſprachlos auf die Piſtole.

Nichts, Nichts: der letzte Flecken in meiner Ver⸗ gangenheit! rief Doniel.Wenden Sie Ihr Auge ab von der verfluchten Erinnerung. Ich bin wie⸗ dergeboren zu einem neuen Leben. Die Seele von Ihnen, von ihr hat mich aus dieſen Blättern ange⸗ ſprochen. Daraus fließen die Brunnen meines wie⸗ dergewonnenen Glaubens. Fürchten Sie Richts mehr für Daniel: er iſt verſöhnt mit dem Leben, mit der Menſchheit und mit Gott!

Ein Ruf des Glücks wiederhallte in dem Zim⸗ mer; und nun ſchloß der alte Willibald den Junker kräftig an ſeine Bruſt. Thränen entfielen des Grei⸗ ſes Augen; er ſchaute betend in die Höhe, um dem Himmel für ſeine Barmherzigkeit zu danken, und wandte dann den Blick mit triumphirender Freude zu den Portraits, als wollte er ſagen: So, klaget mich nicht mehr an, Euer Kind iſt gerettet.

Und dann ſich aus den Armen des Jünglings losmachend, ſprach er mit einer Stimme, die vor ſeliger Rührung zitterte:

Daniel, mein theurer Sohn, richten Sie mit unbeſchränktem Vertrauen den Blick in die Zukunſt. Ihr ſcheinbares Unglück iſt eine Gunſt des Herrn. Alles was Sie in Ihrer ſtillen Jugend geträumt haben, ſoll zur Wahrheit werden. Der Wulhof ſoll ein Paradies von Vertrauen, von Frieden und von Freundſchaft ſein. Ja, jetzt werden Sie ihn nicht mehr verlaſſen, den Ort, wo eine auser⸗ leſene Jungfrau Ihr Leben mit dem Lichtkranze einer ewigen Liebe umgeben wird!