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Sorge, als eine zärtliche Mutter ihrem theuerſten Kinde angedeihen laſſen kann. Welche Belohnung für ſo viel Güte? Ich habe ihm Nichts gegeben, als Urſache zum Kummer; ich habe ſeine Geſundheit unter⸗ graben und ſein Leben verkürzt. Und, es iſt ſchreck⸗ lich, ich habe ſeine grauen Haare dem Hohne eines ſeelenloſen Schwätzers preisgegeben; ich habe ihn er⸗ niedrigt geſehen vor dem elenden Gumbert.... und ihn nicht in Schutz genommen! Und er will ſich von Allem entblößen, was er beſitzt, um mich zu retten. Er muß wiſſen, daß man bei einem ſo ungeſtümen Leben auch das Geld der Wohlthaten verſchwenden kann. Was macht es ihm? Er wird das Elend für ſeine alten Tage auf ſich nehmen, wenn er nur den⸗ ken darf, er leide für Daniel!....“
Er faßte ſich heftig am Kopf.
„Aber iſt es vielleicht ein Traum?“ ſeußzte er. „Seit einigen Augenblicken iſt eine ganze Welt von Gedanken mir durch den Kopf gegangen. Wie, wenn ich der Spielball einer Verblendung wäre?“
Das Geſicht auf die Briefe richtend, ſprach er mit einem frohen Lächeln:
„Nein, nein, es iſt Wahrheit. Wie noch länger zweifeln, mit den Augen auf dieſen wunderbaren Worten: ich lebe nur für Daniel; ein einziger Ge⸗ danke beſeelt mein Gehirn: ihn zu retten, ihn noch glücklich zu ſehen auf Erden!“
Während ſeine Züge nun von dem Lichte der Hoffnung und von der Freude des zurückkehrenden Glaubens erhellt ſchienen, fielen noch Thränen aus ſeinen Augen. Er blieb eine Weile in Betrachtung verſunken und ſank dann von dem Stuhle wieder auf


