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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
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widerſtehliche Zauberkraft auf ihn ausübten, hielt er den ſtarren Blick darauf gerichtet und ſchaute ſie nach einander an, ohne daß ſein Angeſicht etwas Anderes, als eine ſchreckliche Verwirrung des Geiſtes verrieth.

Ohne ſcheinbar zu wiſſen, was er that, ohne viel⸗ leicht die Laute zu verſtehen, die langſam von ſeinen Lippen fielen, las er, hier und da, in den beiden Briefen einige Worte, die in höherem Grade als andere, ſein Erſtaunen erregten.

Erheben wir unſern Muth zu der Höhe unſerer Liebe zu ihm! murmelte er, mit einem Auge auf Celeſta's Brief.Iſt es nöthig, Alles aufzuopfern, um ihn vor einer einzigen Erniedrigung zu behüten, zögern Sie keinen Augenblick... Wir wollen zu⸗ arbeiten, um die Wunden ſeines Herzens zu hen

Und indem er den Blick auf des Rentmeiſters Brief hinüber richtete, fuhr er murmelnd fort:

Daniel bedarf Ihrer großmüthigen Hülfe nicht. Ich beſitze eigenes Vermögen, das Erbe meiner Schwe⸗ ſter. Es wird dazu dienen, um an einen unglücklichen Sohn meine Schuld gegen den Vater abzutragen. Verwundern Sie ſich darüber nicht; von meiner Seite iſt es kein Opfer; ich lebe nur für Daniel; ein ein⸗ ziger Gedanke beſeelt mein Gehirn: ihn zu retten, ihn noch glücklich zu ſehen auf dieſer Erde... Daniel iſt zu vertrauensvoll, zu gläubig; die Einfalt ſeines Herzens hat ihn der Verlockung falſcher, ſelbſt⸗ ſüchtiger Menſchen unterliegen laſſen... Ich werde ihn auf den Wulfhof zurückbringen; wir werden ihn mit Freundſchaft, mit Liebe umringen; ihn vergeſſen