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ten anflehen, die mich eine dürftige Unterſtützung mit der blutigſten Erniedrigung bezahlen laſſen? Edel⸗ muth, Liebe? Sind es keine Menſchen? Hat Gum⸗ bert mich nicht verrathen, er, der Einzige, an wel⸗ chen ich noch glaubte? Soll ich von denen Beiſtand annehmen, deren Freundſchaftsbeweiſe ich mißkannt habe? Deren Achtung ich ſelbſt verwirkt habe? Ich ſoll betteln!... Rein, nein, iſt der Lebensbecher ein Kelch voll Galle, warum eine Ewigkeit von Eckel und Troſtloſigkeit daran trinken? Ha, ha, leeren wir ihn auf einen einzigen Zug!“
Er ſchritt durch den Saal und ſchaute ſuchend umher. Sein Blick war verwildert, ſeine Bewegun⸗ gen fieberiſch; von Zeit zu Zeit faßte ihn ein con⸗ vulſiviſches Zucken, und ein furchtbarer Schrei des Schmerzes und der Verzweiflung machte ſich los.
Plötzlich ſchlug er ſich mit der Hand vor die Stirne; ein ſeltſamer Ausruf ließ ſich vernehmen, als ob ihm jetzt ein Einfall gekommen wäre. Er ſprang aus dem Saale, lief über den Gang, ſtieg die Treppe hinauf, öffnete die Thüre eines Zimmers und warf ſich mit blinder Haſt auf den Schreibtiſch, über welchem des Rentmeiſters Jagdgeräthe hing. Frohlockend riß er eine ſchwere Piſtole von der Wand, trat ein paar Schritte zurück, ſteckte den Lad⸗ ſtock in den Lauf und verſicherte ſich, daß die Waffe wirklich geladen war.
Dann blieb er bewegungslos ſtehen und ſchien in dieſem letzten und ernſten Augenblick noch einmal ſeine ganze Denkkraft zuſammenzufaſſen. Zugleich erhob er den Kopf und ſchaute zum Himmel, als wollte er dem Schöpfer ſein Loos klagen, aber ſein


