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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Straße, welche nach dem Landgute von Celeſta's Tante führte.

In dem großen Saal hatte Daniel ſich auf einen Stuhl geworfen. Er zitterte, alle ſeine Nerven ſchie⸗ nen ſich heftig anzuſpannen, ein wahnſinniger, ein krankhafter Ausdruck ſpottender Freude ſchweifte auf ſeinen Lippen, und er brach in ein ſo lautes Geläch⸗ ter aus, daß es im Saale wiederhallte; aber jetzt ſprang er, von einem ſchrecklichen Gedanken berührt, empor, begann mit großer Eile auf und abzuſchreiten n ſprach, immer noch in bitterem Hohn, bei ſich elbſt:

O, die Welt, die Welt! Welcher Pfuhl! Welche Hölle von Falſchheit, Eigennutz, kalter Grauſamkeit. Gumbert, mein treuer Gefährte, mein Buſenfreund, mein ergebener Bruder? Ein elender Betrüger, ein ehrloſer Schurke, ein feiger Dieb? Und ich Einfälti⸗ ger, ich hatte ihm mein Glück, mein Leben, meine Seele anvertraut! Ha, ha, ich könnte nach ſolchem Beweis noch an den Menſchen glauben? Ich ſollte nicht ein endloſes Gelächter aufſchlagen, wenn ich nur die ſcheinheiligen Worte von Freundſchaft, Er⸗ gebenheit, Tugend und Treue höre? Mich dazu her⸗ geben, der Spielball einer Geſellſchaft zu bleiben, worin der Unſchuldigſte mehr Gift im Herzen führt, als die giftigſte Schlange? Entzaubert und in allen Neigungen meiner Seele betrogen, ein elendes Leben hinſchleppen? Wozu kann ich fortan gut ſein? Welche Bedeutung kann mein Daſein auf Erden noch haben?

Schuldig in meinen eigenen Augen, unmächtig bis zur Feigheit, materiellem und ſittlichem Elende ver⸗ fallen? Was kann ich thun? Die Hülfe von Leu⸗