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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
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tröſten; aber der Junker hörte ihn nicht und ſchien das Bewußtſein verloren zu haben.

Beruhigen Sie ſich, um Gottes willen, Herr! ſagte der Knecht.Der Rentmeiſter iſt zu Fräulein Celeſta gegangen; ich will hinlaufen und ihn holen. er wird Ihnen Dinge ſagen, die Sie zufrieden ſtellen ollen.

Daniel war bei dem Namen Celeſta's zuſam⸗ mengefahren, und ein Ruf der Verzweiflung ent⸗ ſchlüpfte ihm.

Mit einem gebietenden Zeichen und mit blitzen⸗ dem Auge ſtieß er hervor, während er ſich nach dem Thore wandte:

Bleib'! Es iſt geſchehen, ich habe Nichts mehr nöthig. Lebe wohl!

Der Knecht ſchaute ſeinem Herrn mit Thränen in den Augen nach und ſchüttelte traurig den Kopf. Von Schrecken und Mitleid angetrieben, wollte er ſelbſt ihm nachlaufen und ihn zurückhalten; aber jetzt ſah er, daß der Junker plötzlich an dem Thore ſich umdrehte und ſtehen blieb, als hätte er ſeinen Ent⸗ ſchluß geändert.

Eine Weile hatte Daniel den Blick nach dem Hauſe gerichtet; ein heimlicher Gedanke ſchien ſich ihm aufzudringen, und dazwiſchen ergoß er ſich in düſtern Klagen und griff ſich mit verzweifelter Ge⸗

walt in die Bruſt. Dann ſprang er, ehe der Knecht ſich ihm nähern konnte, an ihm vorbei, lief mit wankenden Schritten über den Vorplatz, riß eine Thür auf und verſchwand in dem Wohnhauſe.

Jodokus ſtieß einen Freudenſchrei aus und eilte ſo ſchnell als möglich durch das Thor auf die

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