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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
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Allem, mit dem Geld, ſelbſt mit meinen Kleidern und mit meinen Sparpfennigen nach England entflohen.

Du biſt ein Narr; Du träumſt! grollte der junge Mann in heiſerem Ton.

Es wäre mir lieb, wenn ich träumte! ſeufzte Jodokus.Dann hätte ich meine Livreekleider nicht verkaufen müſſen, um nicht Hungers zu ſterben. Mit Ihrer Erlaubniß, Herr, Sie können es nicht glauben; aber der Gumbert iſt der größte Schurke und der elendeſte Betrüger, der auf der Welt herumläuft.

Und hat er das Geld von dem Rentmeiſter empfangen? fragte Daniel.

Gewiß: ein ganzes Packet Banknoten; ich ſah ihn dieſelben zu Antwerpen gegen, ich weiß nicht welche andere weiße Papiere auswechſeln.

Wie viel hat der Rentmeiſter ihm gegeben?

Alles bis auf den letzten Centime, der hier noch aufzutreiben war. Gumbert ſelbſt hat mir geſagt, daß Ihnen Nichts mehr übrig bleibe.

Daniel ließ den Kopf auf die Bruſt ſinken und murmelte unverſtändliche Worte. Er ſträubte ſich eine Weile mit peinlicher Gewalt gegen die Ueber⸗ zeugung von Gumbert's grauſamer Habſucht und ſchändlicher Untreue; aber er vermochte nicht lang der augenſcheinlichen Wahrheit Trotz zu bieten. Ein ſchmerzhafter Schrei entfuhr ſeiner krampfhaft zuſam⸗ mengezogenen Bruſt, alle ſeine Glieder begannen konvulſiviſch zu zucken, eine tödtliche Bläſſe entfärbte ſein Geſicht und er wühlte mit den Händen in einer Art wahnſinniger Wuth in den Haaren.

Erſchreckt durch die furchtbare Aufregung ſeines Herrn, ſtammelte Jodokus einige Worte, um ihn zu

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