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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Er begann zu ſchreiben. Zuerſt lief ſeine Feder ſehr flüchtig über das Papier, und der Brief rückte ſchnell vor; aber dann zögerte er zuweilen und hielt dann und wann unzufrieden im Schreiben ein. Doch ſo mühevoll ihm die Arbeit auch ſcheinen mochte, er zwang ſich jedesmal, ſie wieder aufzunehmen, ſo daß er enhlich den unvollendeten Brief vom Tiſche nahm, ihn von vornherein ablas, während er zweifelnd den Kopf ſchüttelte.

Nein, nein, ſagte er,dergleichen Dinge ſchreibt man nicht! Man weiß nicht, in welche Hände ein Papier gerathen kann ober ich muß einen Be⸗ ſchluß faſſen; die Zeit verfließt.

Er zog ſeine Uhr heraus und ſagte, auf ſie ſchauend:

Vielleicht iſt es noch nicht zu ſpät; ich kann in weniger als einer halben Stunde zurück ſein. Läßt man das Pferd ein wenig auslaufen, ſo kann ich die verlorene Zeit wieder hereinbringen. Aber wenn Frau van Berg mich zurückhalten wollte? Es gibt kein anderes Mittel und ich kann im ſchlimmſten Fall um acht Uhr zu Kortryk ſein, um mit dem letz⸗ ten Zug nach Paris abzugehen.

Haſtig legte er Celeſta's Brief mit dem ſeinigen in die große Schublade ſeines Schreibtiſches und ſtieg die Treppe hinab.

Auf dem Vorplatz kam der Oberknecht aus der Scheune auf ihn zugelaufen; aber der beeilte Greis gab ihm ein Zeichen, zu bleiben.