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Thränen entfielen den Augen des Greiſes.
„Wunderbare Seele!“ murmelte er.„Engel von Edelmuth und Ergebenheit! Sie opfert ihr väterli⸗ ches Erbe auf, um ihn vor Erniedrigung zu ſchützen — ohne Zögern, als wäre es etwas Gewöhnliches, etwas Natürliches! Aber ſie wähnt mich machtlos und weiß nicht, daß Willibald thun kann und bereits ge⸗ than hat, was ihre Liebe ihr eingibt. Sie hat ganz Recht, zu denken, daß ich ihre Hülfe ausſchlagen werde. Zwiſchen Daniel und Celeſta darf kein Geld niedergelegt werden, worüber er einmal erröthen könnte.“
Er ſchwieg einen Augenblick und ſagte dann:
„Was thun? Wie die Papiere ihr zurückgeben? Sie will verreiſen; ich muß mich beeilen, um bei Zeit nach Kortryk zu kommen und den Zug nach Paris nicht zu verfehlen. Ich kann dieß Geld nicht behal⸗ ten: Celeſta würde der Meinung bleiben, ich habe
Gebrauch davon machen wollen. Ich werde Barbara mit dem Packet abſenden. Schreiben wir in aller Geſchwindigkeit einen Brief..... 4
Er ging zu dem Schreibtiſch, und während er ein Blatt Papier aus einer Schublade nahm, mur⸗ melte er:
„Ich will dem ſee Mädchen Nichts mehr verbergen; ihr Alles aufrichtig erklären; ihr ſagen, daß ich ſelbſt das Erbtheil meiner Schweſter auf den Wulfhof verpfändet habe, und daß ſich Daniel's Ver⸗ mögen zum Mindeſten noch auf hundertundvierzig⸗ tauſend Franes beläuft. Sie wird ſich darüber nicht verwundern. Sie weiß, daß ich keine Nachkommenſchaft
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