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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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zu ſeinem großen Erſtaunen ein Bündel von Staats⸗ obligationen und Rentenſcheinen, neben einigen Bank⸗ noten von hohem Werth. Mit einem einzigen Blick konnte er beurtheilen, daß in dem Pocket eine ſehr anſehnliche Summe enthalten war.

Zitternd vor Erregung öffnete er das Schreiben, welches ihm das Räthſel der überraſchenden Sendung löſen ſollte. Eine Weile hielt er den Blick ſprachlos darauf gerichtet; aber bald rieb er ſich Stirne und Augen, wie Jemand, deſſen Geſicht undeutlich iſt, oder der nicht glauben kann, was er ſieht.

Von Celeſta! Iſt es möglich? rief er aus. Die Flecken! die Spur ihrer Thränen! Rein, nein, es iſt keine Verblendung.

Und indem er von Neuem ſeine Blicke auf den Brief richtete, las er mit lauter Stimme, um ſich zu überzeugen, daß er keineswegs das Spielwerk eines Traumes war.

Mein guter Willibald!

Jodokus hat mir ein ſchmerzliches Geheim⸗ niß offenbart. Seitdem blutet mir das Herz von Mitleid, und meine Thränen fließen unauf⸗ hörlich. Daniel arm und ohne Vermögen; betro⸗ gen von einem fälſchen Freund; verlaſſen zu Pa⸗ ris, der Erniedrigung und dem Mangel zum Raub! O, dieſer Gebene zerreißt mir das Herz, ein geheimnißvoller Schrecken macht mich zittern; die Angſt verwirrt meine Sinne! Aber nicht Kla⸗ gen ſind es, die ihn retten. Erheben wir im An⸗ geſicht ſeines Unglücks unſern Muth zu der Höhe unſerer Liebe gegen ihn. Sie müſſen ihm zu Hülfe eilen, Willibald, keine Stunde verlieren;