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Geld, das ihn vielleicht vor bitterer Erniedrigung bewahren ſoll; er wartet auf den Freund, dem er ſo viel Vertrauen geſchenkt hatte. Wenn er uner⸗ wartet vernähme, wie das Geld verloren iſt, und wie ſein falſcher Freund grauſam und gottlos genug war, um ihn ſeines letzten Hülfsmittels zu berauben? O, wer weiß, wozu die Verzweiflung den unglück⸗ lichen Daniel treiben könnte? Aber wie könnte er es erfahren? Nein, nein, ich werde noch zu rechter Zeit nach Paris kommen, um ihn gegen dieſen ver⸗ hängnißvollen Schlag zu ſchützen....
Es wurde an die Thüre geklopft, und eine Frauen⸗ ſtimme rief von Außen:
„Herr Rentmeiſter, ſind Sie da?“
„Nur herein, Barbara,“ antwortete der Greis.
Das Mädchen machte die Thüre auf und über⸗ gab dem Rentmeiſter ein Packet, das ſorgfältig mit drei oder vier Siegeln geſchloſſen war.
„Dieß Päckchen hat Fräulein Celeſta's Magd für Sie gebracht,“ ſagte ſie.„Das Fräulein hat ihr befohlen, es Ihnen unmittelbar zur Hand zu ſtellen. Thereſe wartet unten, um von mir die Verſicherung daß ich es Ihnen ſelbſt übergeben
abe.“
Der Rentmeiſter ſchien durch dieſe Botſchaft äußerſt überraſcht und hielt das Packet einige Mal ſchwei⸗ gend vor die Augen.
„Es iſt gut, Barbara,“ antwortete er.„Sage dem Oberknecht, er ſolle auf dem Vorplatz warten, ich werde ſogleich hinunter kommen.“
Sobald das Mädchen das Zimmer verlaſſen hatte, öffnete der Rentmeiſter das Packet; er fand darin


