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„Laß mich allein, Barbara! Da iſt der Rent⸗ meiſter, hinter uns!“
Die überraſchten Mägde wollten ſich entfernen, aber Herr Willibald gab ihnen ein Zeichen mit der Hand, daß ſie bleiben ſollten, und ſeine Uhr heraus⸗ ziehend, ſagte er zu Jodokus:
„In drei Viertelſtunden muß das Fuhrwerk mit dem Grauſchimmel bereit ſtehen. Du mußt nach Kortryk mit mir fahren.“
Sich zu Katharina wendend, befahl er ihr mit ſichtbarer Eile:
„Geh' auf das Feld hinter der Kapelle, und er⸗ ſuche den Oberknecht, auf den Wulfhof zu kommen; ich muß ihn ſprechen.“
„Barbara,“ ſagte er, während Katharina ſich be⸗ reits entfernte,„ich habe eine Bitte an Dich, Kind. Es iſt wahrſcheinlich, daß ich drei bis vier Tage, vielleicht noch mehr, abweſend bleibe. Ich kann mich auf Dich verlaſſen, nicht wahr, und verſichert ſein, daß Du auf das Vieh gut Acht gibſt und es ver⸗ ſorgſt?“
„Ach, Herr Rentmeiſter,“ rief Barbara mit einer Art gekränkten Stolzes,„was Sie mich fragen! Ich möchte lieber ſelbſt Hunger und Mangel leiden, als daß ich den armen Thieren Etwas abgehen ließe!“
„Ich weiß es, Barbara; aber wenn der Ober⸗ knecht mit den Arbeitern auf dem Felde iſt, mußt Du zugleich nach den andern Dienſtboten ſehen und hie und da ein gutes Wort ſprechen, damit ein Je⸗ der ſeine Arbeit redlich vollbringe. Von Dir nimmt man Alles mit Liebe an.— Du willſt Dich ver⸗ heirathen, Barbara? Jodokus hat es mir geſagt.


