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„Iſt der Rentmeiſter auf dem Wulfhof?“ fragte Barbara.
„Nein, er iſt ausgegangen.“
„Zu Fräulein Celeſia, dhne Zweifel. Ach, Jodo⸗ kus, er wird erfahren, daß Du zu viel geſprochen haſt! Du mußt vorſichtiger ſein, Jodokus.“
„Ja, ja, ich weiß es wohl. Ich könnte Dir zum Beiſpiel ſagen, was ich von des Rentmeiſters Ab⸗ ſichten denke; aber würde ich gut oder übel daran thun?“
„Meinſt Du denn, wir können nicht ſchweigen?“ brummte Katharina.
„Uns kannſt Du es wohl ſagen, Jodokus,“ ſetzte Barbara hinzu,„und überdieß ſind es nur Gedanken, nicht wahr?“
Jodokus trat den beiden Mädchen näher und ſprach mit gedämpfter Stimme:
„Seht Ihr, der Rentmeiſter zeigte ſich wohl ruhig und gefaßt vor mir; aber es war nur Schein. Ich bemerkte wohl, daß er im Innern heftig be⸗ wegt ſein mußte. Er fragte mich ſo neugierig aus, bezüglich der Straße und des Hauſes, wo unſer Junker Daniel zu Paris wohnt; er befahl mir, dem Grauſchimmel Hafer zu geben.... Was meint Ihr, daß das bedeutet?“
Die zwei Mädchen ſchauten ihn verwundert an.
„Es bedeutet,“ ſagte Jodokus,„daß er mit dem Grauſchimmel heute noch nach Kortryk fährt und im Sinne hat, unſern Junker in Paris aufzuſuchen.“
„Aber der Grauſchimmel ſteht da noch im Stall,“ ſagte Katharina.
„Der Rentmeiſter iſt in aller Eile ausgegangen,


