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„Aber ſag einmal,“ fragte Katharina,„wie hat der Rentmeiſter Dich aufgenommen? Wie kommt es, daß Du bereits hier an der Arbeit biſt, als ob Du den Wulfhof noch nie verlaſſen hätteſt?“
„Der Rentmeiſter hat mich zuerſt ſehr kalt auf⸗ genommen: es war vorauszuſehen,“ antwortete Jodo⸗ kus;„aber er iſt allmälig minder geworden, und war zuletzt ſo gütig gegen mich, daß mir die Thränen davon in den Augen ſtanden. Ich habe lauter Glück heute!“
„Und was hat er geſagt, als Du ihm von Herrn Gumbert's Flucht nach England erzählteſt? Er iſt ſicher furchtbar erſchrocken?“
„Nein, Katharina; er nickte ſchweigend mit dem Kopf, als ob die Sache im Ganzen ihn nicht wun⸗ derte.“
„Und daß der Wulfhof unſerem Junker Daniel nicht mehr gehört? Hat er dieß ebenſo kaltblütig vernommen?“
„Das brauchſt Du ihm nicht zu ſagen; er weiß es beſſer als irgend Jemand.. Aber, Katha⸗ rina und Du, Barbara, redet doch, um Gotteswillen, kein Sterbenswörtchen von dieſen Dingen. Der Rentmeiſter hat mich ſehr dringend aufgefordert, was ich davon wiſſe, geheim zu halten.“
„Ja! Ich wette, Jodokus, Du haſt dieſen Mit⸗ ta van Berg und Fräulein Celeſta Alles er⸗ zählt.“
„Es iſt wahr,“ ſeufzte Jodokus,„es war eine ſchreckliche Dummheit von mir; aber ich wußte nicht, daß ich daran Unrecht that.“


