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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
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Beide knieten zwiſchen den Wurzeln nieder und begannnen einen neuen Gang über den Acker.

XII.

Barbara und Katharine hatten nach dem Abgang von Jodokus ihre Arbeit ſo eilig fortgeſetzt, daß ſie kurz nach drei Uhr das Ende von dem Feld erreich⸗ ten und nun vergnügten Gemüths und mit lebhafter Ungeduld nach dem Wulfhof zurückkehrten.

Als ſie ſich dem Thore näherten und über den Vorplatz ſehen konnten, hielt Barbara ihre Gefährtin an und deutete mit jubelndem Lächeln, jedoch ſchwei⸗ gend, auf Etwas, wobei ihr Blick mit ungewöhn⸗ licher Freude zu verweilen ſchien.

Der Vorplatz war ſehr einſam, denn die Dienſt⸗ boten und Taglöhner waren draußen auf dem Felde an der Arbeit. Man konnte dieſen Augenblick Nie⸗ mand bemerken, als einen ziemlich ſtarkgebauten Mann mit rothen Haaren, der damit beſchäftigt war, den Pferdeſtall zu ſäubern und den dampfenden Miſt auf einen Haufen zu ſchichten. Er hatte die Aermel von ſeiner Blouſe aufgeſtreift und arbeitete unter ſchweren Athemzügen mit ſichtbarer Emſigkeit und Luſt. Der Schweiß perlte ihm auf der Stirne und er keuchte zuweilen vor Ermüdung; aber dennoch er⸗ glänzte ein heiteres Lächeln der Zufriedenheit auf ſeinem Geſicht, und von Zeit zu Zeit trillerte er einige Akkorde eines fröhlichen Liedchens.

„Nun, was ſagſt Du dazu?“ flüſterte Barbara Conſcience, Leid der Zeit. 17