Druckschrift 
Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ch in

chen? 39 reine ender mbert „ als andeſt nicht nung, mein thun, nund

dokus eine

Sie ndas Jodo⸗

hun?“ ſt Du faſt zu n Dich

„Wenn s blos,

ſetzen, tflohen un

249

Angſt auf ſeinen Freund; der Rentmeiſter wird be⸗ ſchließen, was geſchehen muß, um unſerem Junker dieß zu wiſſen zu thun und ihm Hülfe zu ſenden, wenn es möglich iſt. Sobald ich dieſe letzte Pflicht erfüllt habe, gehe ich von hier weg, um nie mehr wiederzukehren.“

Er wandte ſich aufs Neue zu dem Mädchen und ſagte mit erſtickter Stimme:

„Lebe wohl, Barbara; ich will Soldat werden, um mich für das Leid, das ich Dir angethan habe, zu ſtrafen. Ach Gott, wenn ich dann auf der Schild⸗ wach ſtehe, werde ich Dich allezeit vor meinem Ge⸗ ſicht ſchweben ſehen und werde keine Ruhe mehr ha⸗ ben auf der Welt. Vergiß den böſen Dummkopf, der Deine Liebe mißkannt hat; aber gedenke doch bisweilen des armen Soldaten in Deinen Gebeten!“

Er ſchlug ſich die Hände vor die Augen, ließ den Kopf auf die Bruſt ſinken und entfernte ſich langſa⸗ men Schrittes.

Barbara blieb noch eine Weile unentſchloſſen und

zitternd ſtehen; doch, als ob ſie plötzlich in dem

Streit gegen ihr Gefühl unterlegen wäre, ſprang ſie von dem Rande des Ackers auf die Straße und rief in ſchmerzlichem Ton, während ſie ihm nachlief:

„Jodolus, ach, Jodokus, bleib ſtehen!“

Er ſchien es nicht zu hören und beſchleunigte noch ſeinen Schritt. Das Mädchen hatte ihn jedoch ſchnell eingeholt. Neben ihm hergehend, drängte ſie ihre Thränen zurück und fragte:

„Du willſt Soldat werden, ſagſt Du, Jodokus?“

„Ja, ja,“ ſeufzte er,„Soldat mein Leben lang! Ich werde unglücklich ſein, aber ich habe es verdient.“