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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
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Es herrſchte eine Weile Stille.

Jodokus näherte ſich jetzt Barbara und ſprach in einem Ton ſchmerzlicher Betrübniß zu ihr:

„Du willſt mich nicht mehr anſehen, Bärbelchen? O, Du haſt wohl Recht, mich zu verachten. Ich habe Dir grauſam wehe gethan; ich habe Deine reine Liebe mit Spott und Brutalität belohnt. Elender Dummkopf, der ich war! Um den falſchen Gumbert nachzuäffen, habe ich aus Hochmuth mich geſtellt, als liebte ich Dich nicht mehr.... und doch ſtandeſt Du allezeit, allezeit mir vor den Augen. Werde nicht böſe, Bärbelchen; ich ſage das nicht in der Hoffnung, daß Du mir noch vergeben könnteſt. Ich habe mein Loos verdient, und Du würdeſt ſehr Unrecht thun, wollteſt Du nicht Dein Leben lang mich haſſen und verachten.“

Das Mädchen ſtand nur halb gegen Jodokus gekehrt, und verbarg ſo die Thränen, die, eine nach der andern, ihr aus den Augen ſielen. Sie war tief gerührt und kämpfte mit Gewalt gegen das Liebesgefühl, welches ſie antrieb, dem armen Jodo⸗ kus Alles zu vergeben.

„Aber ſag' einmal, was willſt Du jetzt thun?“ fragte Katharine.„Auf dem Wulfhof kannſt Du nicht bleiben. Seit dem Abend, da Du Dich faſt zu Tode getrunken haſt, iſt der Rentmeiſter gegen Dich aufgebracht: er wird Dich wegjagen.“

„Ich weiß es wohl,“ antwortete Jodokus.„Wenn

ich nach dem Wulfhof gekommen bin, geſchah es blos, um den Rentmeiſter davon in Kenntniß zu ſetzen, daß Gumbert mit dem Geld nach England entflohen

iſt. Herr Daniel wartet ſicher mit Kummer und

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