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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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„Ach, Katharine, es iſt Jodokus, wahrhaftig! laß uns von hier weggehen, daß er mich nicht ieht!“

„Warum? Ich bin neugierig, zu erfahren, wie es kommt, daß Jodokus mit einer Kappe und einem Bauernkittel nach dem Wulfhof zurückkehrt. Was Dich betrifft, Barbara, ſo zeige ihm nun, daß Du Nichts mehr von ihm willſt. Halte Dich gleichgültig und ſtark.“

Die beiden Mägde ſchwiegen und ſchauten, die eine halb lachend, die andere zitternd, auf den Mann,

welcher jetzt ſchnell, aber mit ſichtbarer Mattigkeit

die Straße heraufkam. Er marſchirte immer noch mit hängendem Kopf und ahnte ſicher nicht, daß man ihn ſeit einer Weile ſo aufmerkſam beobachtete.

Vielleicht wäre er an den Mädchen vorbeigegan⸗ gen, ohne ſie wahrzunehmen, hätte ihm Katharina nicht zugerufen:

„He, Jodokus, wohin ſo eilig, daß Du keinen Menſchen mehr kennſt?“

„Barbara!“ rief Jodokus erbleichend und mit aufgehobenen Händen, als hätte die unerwartete Er⸗ ſcheinung der Magd ihn mit Schrecken und Beſtür⸗ zung geſchlagen.

Das Mädchen ſchaute ihn ſprachlos an, während er ſich den Schweiß von der Stirne wiſchte; aber dann wandte ſie die Augen ab, um ihre Rührung zu bezwingen und Stärke gegen das Gefühl, welches ſie zu überwältigen drohte, zu ſuchen.

„Woher kommſt Du, um Gottes willen?“ fragte Katharine lachend.„Du ſiehſt aus, wie Jemand, der aus einem Gefängniß entflohen iſt. Deine Haare

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