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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
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kennſt, wer da in der Ferne auf den Wulfhof zu⸗ kommt. Ich dachte erſt, es wäre Thomas, unſer Stallknecht.“

„Es wird der Viehhändler ſein, den man auf dem Wulſhof erwartet, um ihm unſere fetten Ochſen zu zeigen,“ murmelte Barbara gleichgültig.

„Aber ſchau nar einmal, wie müde der Mann ſein muß, er läßt den Kopf auf die Bruſt hängen und ſchleppt ſeine Glieder nach. Iſt dieß auch ein Wetter, um über Feld zu gehen? Unter dieſer glü⸗ henden Sonne. Das Mark im Leibe ſollte davon ſchmelzen!“

„Komm, laß uns nicht ſo viel Zeit verlieren, Katharine,“ ſagte die jüngere Magd aufſtehend.„Du weißt, wie ſehr der Rentmeiſter uns Eile beſohlen hat.“

„Wart' ein wenig, Barbara. Der Mann dort hat rothes Haar....“

„Was macht das?“

„Ja, aber iſt rothes Haar, gerade wie das von Jodokus. Da, ſieh“ er hebt den Kopf auf. Es iſt Jodokus ſelbſt!“

„Du irrſt Dich, Katharine; Du willſt mich er⸗ ſchrecken,“ ſtammelte das Mädchen ſehr bewegt.

„Nein, nein, ich täuſche mich nicht. Jetzt hat er wieder den Kopf herabfallen laſſen, ſonſt hätteſt Du ihn ſogleich wohl erkannt.“

„Jodokus mit einer blauen Blouſe? Es iſt nicht möglich.“

Aber ſie ſprach gewiß gegen ihre eigene Vermu⸗ thung; denn während ſie die Augen auf den heran⸗ kommenden Mann gerichtet hielt, begann ſie allmälig immer mehr zu zittern und ſagte endlich:

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