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denn erſt nach einem augenblicklichen Stillſchweigen ſagte ſie:
„Nun wohl, Bärbelchen, dieß Alles kann mit Fran Keukelaer ebenſo gut geſchehen, als mit Jo⸗ dokus.“
„Nein, nein,“ antwortete die Andere,„Franz Keukelaer iſt ein ehrlicher, guter Junge, ich geſtehe es; aber ich habe noch nie an ihn gedacht. Und wenn ich mit ihm nun auf dem Gütchen leben ſoll, werde ich vielleicht nicht Macht genug über mein Ge⸗ müth haben, um ſogleich zu vergeſſen, wie ich mir mein Hausweſen daſelbſt gedacht habe; und es iſt wohl möglich, daß die Geſtalt von Jodokus noch zuweilen in der Kaminecke vor mir auſſteigt.“
„Aber mit der Zeit, Barbara?“
„Ja, mit der Zeit, Katharine, wird es vorüber⸗
gehen; überdieß werde ich mir Gewalt anthun, um die Erinnerung aus meinem Geiſte zu verbannen. Mich dünkt, daß ich mehr Neigung für Francis zu fühlen beginne; ſeine Güte und ſein geſunder Ver⸗ ſtand flößen mir Dankbarkeit und Achtung ein.. aber es iſt doch niemals daſſelbe, Katharine.“
„Du biſt doch ein wunderliches Mädchen!“ be⸗ merkte die Andere.„Wie kannſt Du nur noch ſo beſtändig an Jodokus denken? Er ſpottet Deiner Neigung und geht und kommt in das Land und reiſt
wieder von dem Wulfhof ab, ohne nach Dir umzu⸗
ſehen. Dabei iſt er ein ſchlechter Burſche geworden: er flucht und trinkt und meint, er ſei wohl über die Bauern weit erhaben, weil er ein goldenes Band um ſeinen Hut trägt. Ich wette, wenn er noch zu⸗ Conſcience, Leid der Zeit. 16


