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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
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zu Paris betrauern können, daß mein unglücklicher Freund..

„Aber was ſchwatzen Sie denn da auf einmal?“ rief Daniel bitter.„Dieſe Celeſta iſt mir gleich⸗ gültig. Ich habe ſie geliebt, als mein Fes noch eben ſo unſchuldig war, als das ihre. Nun aber iſt dieſes Gefühl ſchon lange in mir vergangen und erſtorben... Und doch, wäre auch meine Neigung zu ihr ungeſchwächt geblieben, welchen Einfluß ſollte dieß auf unſere Freundſchaft ausüben? Gum⸗ bert, wir ſind durch das Schickſal an einander Nichts, Nichts kann uns ſcheiden, als der

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„So muß man ſprechen, Daniel. Ich weiß, daß das Herz bei Ihnen auf dem rechten Flecke ſitzt.“

„Schweigen Sie jetzt einige Augenblicke, ich bitte Sie, Gumbert,“ ſeufzte der Junker;„mein Gehirn iſt verwirrt; ich fühle, daß meine Nerven wieder in neuen Aufruhr gerathen, wenn ich meinem Geiſt nicht einige Ruhe gönne.

Sie näherten ſich dem Punkte, wo die Land⸗ ſtraße eine neue Wendung machte und eine andere Ausſicht bot. Nicht lange waren ſie ſtillſchweigend Wegs fortgegangen, als Gumbert plötzlich aus⸗ rief:

„Sieh, ſieh, was iſt das dort? All dieſes Volk? Ein Triumphbogen, eine Fahne, verzierte Bäume? Ah, ah, ich begreife: man will Sie einholen und als Herrn von dem Dorfe bewillkommnen. Es iſt mittelalterlich, in der That. Halten Sie ſich gut, Daniel, ernſthaft, ſtattlich und ſtolz, als ein ächter Dorfbaron.. Was mich betrifft, ſo werde ich,

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