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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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„Noch eine kleine halbe Stunde.“

„Was! eine kleine halbe Stunde? gehen wir zufällig rückwärts?“

„Wirklich, eine gute Viertelſtunde.“

„Es iſt noch verteufelt lang! Ich will mir die Zeit wohl damit ein wenig verkürzen, daß ich von unſeren Angelegenheiten ſpreche; aber werden Sie wieder träumen und nicht zuhören?“

„Nein, ſprechen Sie, ich werde aufhorchen; ich fühle mich beſſer: meine Nerven beruhigen ſich.“

„Wiſſen Sie wirklich nicht, Daniel, wie hoch ſich der Werth Ihrer Güter belaufen mag 2“ fragte Gumbert ſehr ernſthaft.

„Ich weiß es nicht; aber es iſt auf alle Fälle ſicher, daß der Rentmeiſter mir den wirklichen Werth verbirgt; ohne Zweifel aus guter Abſicht: um mich zu verhindern, den größten Theil meines Erbtheils in Paris zu verzehren.“

„Sie haben jetzt ungefähr hundertfünfundzwanzig Francs in Geld empfangen, nicht wahr? Sollten Ihre Güter gegen eine halbe Million betragen?“

„Vielleicht ſo viel nicht, Gumbert; aber doch wohl vierhunderttauſend Francs, oder ich müßte mich in meinen Berechnungen ſehr betrogen haben.“

„Laß ſehen, theihen wir die Differenz in zwei Hälften und nehmen vierhundertundfünfzigtauſend Francs an. Mit den ſechzigtauſend Franes, die Sie dort noch ſchuldig ſind, hat ſich Ihr Vermögen um hundertfünfundachzigtauſend Francs vermindert. Es werden Ihnen ſo nur zweihundertfünfundzwanzigtauſend

Francs übrig bleiben; aber wir dürfen zum Minde⸗

ſten noch fünfundzwanzigtauſend Francs beifügen, als

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