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Junker;„nein, ſondern daß dieſe verzweifelte Ueber⸗ zeugung unvertilgbare Wurzeln getrieben hat.“ „Wäre es ſo, ich würde ſagen: jauchzen Sie und ſeien Sie fröhlich, Daniel, damit Sie ſo über Ihre Schwachheiten den Sieg davon tragen; aber was nicht iſt, kann noch kommen. Was wird die Ver⸗ ſtörung Ihres Gehirns anders ſein, als der letzte Kampf zwiſchen den Wahnbegriffen, welche aus Ihrer Kindheit, von Ihrer erſten Erziehung her in Ihnen zurückblieben, und zwiſchen der Wahrheit, die mit Gewalt auf immer von Ihrem Weſen Beſitz er⸗ greifen wird. Wenn der Streit in Ihrem Herzen einmal zu Ende gegangen iſt, werden Sie die Dinge ſehen, wie dieſelben in der That ſind, all des Zau⸗ bers und all des falſchen Schimmers entkleidet, wo⸗ mit die Selbſtſucht, der Aberglauben und die Dumm⸗ heit ſie ausgeſtattet haben; und dann werden Sie in unzerſtörbarer Klarheit des Geiſtes über die feige Schaafheerde, die man Geſellſchaft nennt, ſich erhaben fühlen, gleich einem Rieſen unter den Zwergen.“
Nach einem kurzen Schweigen ſagte der Junker mit überraſchender Ruhe:
„Sprechen wir von andern Dingen, Gumbert. Wahrſcheinlich täuſchen wir uns beide. Alle die ge⸗ waltigen Gemüthsbewegungen und dieſe Aufregun⸗ gen meiner Nerven ſind vielleicht nichts Anderes, als die Folge körperlichen Uebelbefindens.“
„Sie bringen mich zum Erſtaunen!“ rief Gum⸗ bert.„Auf einmal ſo ruhig, ſo vernünftig?.. Es iſt einerlei: da Sie nun aufzumerken im Stande ſind, will ich Ihnen ſagen, Daniel, daß mir das Zufußgehen langweilig wird. Iſt es noch weit?“


